Rana

Ein Zuhause für Rana!

Update: 22.01.2018

Rana hat die Op gut überstanden! Er hat zwar ein wenig mehr geblutet als erhofft, aber es geht ihm soweit gut. Im Moment weint er ein wenig, aber das sind die Nachwehen der Narkose. Er hat Morphin gegen die Schmerzen bekommen und das hilft ihm, leider macht es etwas dusselig im Kopf. Aber Morgen sieht die Welt schon anders aus. Weiter Update folgen.

Da Rana`s Op bald ansteht, fangen wir jetzt an mit der Suche nach dem passenden Zuhause. Am 22.1 wird ihm sein rechtes Vorderbein entfernt und nach der Wundheilung dürfe Rana in sein neues Zuhause ziehen. Er muss sich eine gewisse Zeit schonen und das fällt hier natürlich etwas schwerer. Wir suchen für Rana ein Familie gerne mit Kindern. Er liebt unseren kleinen Nils ( bald 2 Jahre ). Rana sollte in einem Zuhause mit möglichst wenig Treppen leben, er kann sie zwar ohne Probleme laufen, aber als Drei-Beiner wäre ein Aufzug oder eine ebenerdige Wohnung einfach besser. Rana ist wachsam und passt auf, er ist nicht laut und bellt auch nicht viel, aber wenn es klingelt wird angeschlagen. Mit einem kurzen "Aus" ist das aber auch geklärt. Hier in der Gruppe versteht er sich mit anderen Hunden, obwohl er manchmal etwas eifersüchtig ist. Aber das kann man ihm einfach nicht übel nehmen, er musste so lange verzichten, da hat er es einfach verdient ein wenig verwöhnt zu werden. Da Rana hunger leiden musste, ist er leider futterneidisch aber daran arbeiten wir. Manchmal glaub ich Rana wäre gerne Einzelhund oder maximal Zweihund, zu viel Trubel ist nicht seins. Rana liebt seinen Menschen unendlich und kann sich herrlich unsichtbar machen, um einfach nur dabei zu sein. Ich bin fest davon überzeugt, dass er gut mit ins Büro gehen würde, ohne auch nur aufzufallen. Mit seinem Menschen würde er durchs Feuer gehen. Seinen Namen kann man gerne umtaufen, eine Hundeschule würde ich mit ihm auf jeden Fall besuchen, da er auch gerne und schnell lernt. Wer möchte Rana kennen lernen und scheut sich nicht einen Hund mit Handicap ein wunderschönes Zuhause zu schenken.

Update: 11.01.2018

Wir waren beim Orthopäden in Bonn. Rana wird sein rechtes Vorderbein verlieren, da er eine irreversible Parese (Lähmung eines Nerven) hat. Rana kann sein Bein nicht physiologisch nutzen und auch eine Prothese würde ihn nur behindern. Von Ranas Hüfte wurde ein neues Röntgenbild gemacht. Sein Femurkopf und Femurhals sind gebrochen. Das Röntgenbild sieht schlimm aus, aber Rana läuft gut und der Arzt war überrascht wie gut Rana damit zurecht kommt und möchte erstmal nichts daran machen. Vielleicht muss man nie etwas operatives an seiner Hüfte vornehmen, es werden bei Bedarf Röntgenbilder gemacht. Dann kann man entscheiden, ob man den Femurkopf entfernen muss. Eine Femurprothese kommt für ihn leider nicht in Frage. Am 22.01.18 hat Rana seinen Operation, dann wird sein Vorderbein entfernt. Vielen Dank für das Daumen drücken. Weitere Updates folgen. 


Seine Geschichte beginnt als Straßenhund in Kathmandu. Dort musste er schon als Welpe um sein Futter betteln oder Mülltonnen plündern.
Am 10.04.2017 wurde er von einem Auto angefahren und liegen gelassen.
Liebe Menschen fanden ihn und brachten Rana ins Animal Medical Center Kathmandu. Dort stelle man einen Bruch der rechten Hüfte und eine Verletzung des rechten Vorderbeines fest. Außerdem musste ein Teil seiner Rute amputiert werden. Was macht man mit einem Hund, der nicht aufstehen kann, in einem Land, in dem ein Hund so wenig wert ist?
Aber für Ranas Retter hatte sein Leben einen Wert und man versprach ihm eine Chance auf ein glückliches Leben. Man fand eine Pflegestelle für Rana, dort musste er aufgrund seiner Hüftverletzung erstmal in einer Box leben. Aber Ranas Hüfte erholte sich sehr gut und es stellte sich heraus, dass nicht seine gebrochene Hüfte, sondern seine gelähmte Vorderpfote seine größeres Problem war.
Das Versprechen an Rana wurde eingehalten. Man unternahm alles um ihm ein Zuhause zu suchen und man fand schließlich Jemanden in Deutschland, der Rana ein Zuhause geben wollte. Also wurde er vorbereitet, geimpft, gechippt, getestet und alle nötigen Papiere besorgt um aus Nepal auszureisen zu dürfen.
Alles wäre so wunderschön gelaufen, hätten die neuen Menschen Rana nicht in letzter Minute im Stich gelassen. Warum der Platz gecancelt wurde, lag sicherlich daran, dass dieses komplizierte Prozedre der Vorbereitung und Ausreise dort länger gedauert hat, als erwartet.
Doch für Rana bedeutete dies, das er fortan bei einer Nepalesin in Pflege gegeben werden musste. Dort wurde er gegen Bezahlung jedoch meist im Keller gehalten und bekam hauptsächlich gekochten Reis und manchmal Knochen zu fressen.
Um Rana doch noch ein neues Zuhause zu geben, wurde nach einer Möglichkeit gesucht und im Internet um Hilfe gebeten.
Schließlich gab es von irgendwo einen Hinweis zum Welpenwaisenhaus in Nettersheim. Als man uns um Hilfe bat, haben wir nicht gezögert. Denn alle Mühen, die Liebe, Zeit und Geld, die in Rana investiert wurden, durfte nicht umsonst gewesen sein. So viele Menschen haben an Ranas Schicksal Anteil genommen, haben mitgefiebert, gehofft und gebangt, all das durfte nicht vergebens sein. In einem Land in dem Leben so wenig bedeutet, war Ranas Rettung ein Hoffnungsschimmer, ein Zeichen der Menschlichkeit. Die Tierschützer vor Ort haben einen schweren Stand und stoßen oft auf Unverständnis. Warum man sich um herrenlose Tiere sorgt, wo es den Menschen selbst oft schlecht geht. Aber auch Tiere haben eine Seele und erleben Leid und Grausamkeit. Natürlich werden auch hier viele Menschen mit Unverständnis reagieren, warum ausgerechnet einem verletzten Hund so viel Aufmerksamkeit geschenkt wurde, warum wir uns entschlossen haben gerade hier zu helfen. Ganz einfach: Ein Zeichen setzen und Hoffnung geben.
Ja, Hoffnung ist so wichtig denn diese Menschen, die sich vor Ort bemüht haben brauchen dieses kleine Licht das in der Dunkelheit plötzlich scheint.
Damit sie nicht in einem endlos unsinnigem Kreislauf von Erbarmen und Ausweglosigkeit versinken. Und - immer wieder und aufs Neue einer armen Kreatur in Not helfen. Ob es denn nur zwei oder vier Beine hat, wertvoll oder wertlos erscheint, - oder dem Tode so nahe ist, wie Rana es war.
Also hat man Rana zu uns auf die Reise geschickt. Am 26.12.2017 ist Rana bei uns angekommen. Er fährt gerne Auto und verschläft die meiste Zeit ganz entspannt. Auch der lange Flug war für ihn kein Problem. Mit anderen Hunden versteht er sich, wie er auf Katzen reagiert konnten wir noch nicht testen. Da Rana nur Reis und Essensreste kennt, ist er futterneidisch, aber damit kann man umgehen und wir arbeiten schon daran. Er genießt den Luxus eines weichen Körbchens und liebt seine Stoffente. Wenn er sein Geschäft erledigen muss, meldet er sich. An der Leine gehen klappt eigentlich schon sehr gut, obwohl er das ja nie kennen gelernt hat, aber er gibt sich so viel Mühe und lernt unglaublich schnell und hat so viel Spaß daran die Welt zu entdecken. Rana ist unheimlich dankbar. Am 11.01.2018 hat er einen Termin bei unserem Orthopäden und dann wird geschaut, ob man sein Bein retten kann oder ob man es amputieren muss. Vielleicht kann er mit einer Orthese oder Prothese gut leben?! Leider kann sein Vorderbein nicht so bleiben, da er es wundläuft. Daher muss er täglich verbunden werden. Aber wir werden für Rana Alles ermöglichen. Wir suchen für ihn ein Zuhause, eine Familie die ihn liebt so wie er ist mit 4 oder 3 Beinen. Bis dahin suchen wir Menschen, die uns bei der Bewältigung der Kosten unterstützen möchten. Wenn Sie mehr Infos über Rana und seine Geschichte erfahren möchten und erfahren möchten, wie sie uns und Rana helfen können, rufen Sie uns einfach an.
Rana wird all das mit grenzenloser Treue und Liebe zurückzahlen.

Geburtsdatum

Oktober 2016
Rasse Labrador Mix
Größe (ausgewachsen) Ca. 50  cm
Geschlecht Rüde

 

 

Ranas erste Schritte zurück in ein normales Leben noch in Nepal